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Mona Radziabari

*1983 in Teheran, Iran
Lebt und arbeitet in Wien.

Mona Radziabari, In the memory of lost dreams, 001, 2016, Plastik, Gips, Holz, o.M.
Mona Radziabari, In the memory of lost dreams, 001, 2016, Plastik, Gips, Holz, o.M.
Mona Radziabari, Coma, 2019, Digital C-Print on Fine Art Matt RAG, 40 x 50 cm.
Mona Radziabari, Coma, 2019, Digital C-Print on Fine Art Matt RAG, 40 x 50 cm.
Mona Radziabari, In the memory of lost dreams, 002, 2016, Porzellan, o.M.
Mona Radziabari, In the memory of lost dreams, 002, 2016, Porzellan, o.M.

Mona Radziabari wurde 1983 in Teheran im Iran geboren. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Wien.

Die in der Galerie Michael Sturm präsentierten Arbeiten sind Projekte, die ab 2009 entstanden. Diese Projekte lassen sich in zwei Kategorien einteilen. Erstens Arbeiten, die entstanden sind, als Radziabari im Iran lebte (bis 2014) und die Arbeiten, die nach dem Verlassen des Irans entstanden (2016 bis heute).

Die erstgenannten Arbeiten handeln von der politischen und gesellschaftlichen Situation jener Jahre im Iran, während die letztgenannten Arbeiten, die in Europa entstehen, stärker auf die Beziehung zwischen Künstler und Objekten fokussiert sind.
Abgesehen vom Konzept jedes Projekts ist die Gemeinsamkeit dieser Arbeiten, dass Radziabari seit 2009 an der Idee des Recyclings von Materialien in jedem Projekt arbeitet. In der ersten Phase recycelte sie verschiedene Schachteln (Schuhkarton, Zigarettenschachtel, Teeschachtel…) und gleichzeitig den Charakter dieser handgefertigten Boxen zu nutzen, um den Fotos einen surrealen Effekt zu verleihen. In einem anderen Projekt im gleichen Zeitraum verwendete sie die Zeitungen als Grundlage für ihre Bilder, da sie der Meinung ist, dass die Zeitungen, die nicht die echten Nachrichten veröffentlichen, nicht lesenswert sind, deshalb recycelte sie sie und verwendet sie als Grundmaterial für die Malerei.

Im Jahr 2016 startete sie ein Projekt, das gebrauchte Spielzeuge oder Gegenstände sammelt und diese in verschiedenen Formen zerschneidet und zusammensetzt, um ein Denkmal für die verlorenen Träume zu schaffen.
In „Ich höre dir zu“ begann sie, verschiedene Formen zu erstellen, indem sie die Rechnungen, Papiernotizen oder Materialien aus Papier umdrehte oder schnitt, während sie zuhörte und mit Leuten an verschiedenen Orten wie einer Bar oder einem Restaurant sprach, und fertigte kleine Skulpturen an und fotografierte sie als einzelnes Objekt vor schwarzem Hintergrund schwebend.
„4x4x100“, das 2017 gestartet wurde, ist ein fortlaufendes Projekt, das mit dem Konzept der Kritik an der Kunstszene, Kunstfestivals und Kunstmessen basiert, bei denen viele Materialien für die Herstellung von Kunstwerken verbraucht werden und danach in Mülleimern landen, es bezieht sich auch irgendwie auf die ‚Art Povera‘-Bewegung (arme Kunst), die zwischen den 60er und 70er Jahren in Italien stattfand.
Die Idee ist, ein Kunstwerk zu schaffen, das auf der Herstellung einer Einheit und der Wiederholung der am wenigsten unterschiedlichen Materialien und Größen basiert.