Burger

Carolin Jörg

* 1977 in Offenburg, DE
Lebt und arbeitet in Stuttgart und Lyon.

Carolin Jörg, 2014, Sonnenstreifen, Tusche auf Papier, 29,7 x 21 cm.
Carolin Jörg, 2014, Sonnenstreifen, Tusche auf Papier, 29,7 x 21 cm.
Carolin Jörg, 2015, Inseln, Tusche auf Papier, 29,7 x 21 cm.
Carolin Jörg, 2015, Inseln, Tusche auf Papier, 29,7 x 21 cm.
Carolin Jörg, Form, 2016, Tusche auf Papier, 29,7 x 21 cm.
Carolin Jörg, Form, 2016, Tusche auf Papier, 29,7 x 21 cm.
Carolin Jörg, Thor, 2016, Tusche auf Papier, 29,7 x 21 cm.
Carolin Jörg, Thor, 2016, Tusche auf Papier, 29,7 x 21 cm.
Carolin Jörg, Berg, 2013,
Carolin Jörg, Berg, 2013,

Carolin Jörg entwickelt ihre Arbeiten aus dem Medium der Zeichnung. Auf dem Blatt entstehen Skizzen, Aufzeichnungen und Entwürfe für Installationen, die entweder collageartig in einer Vielzahl einzelner Arbeiten oder in wandfüllenden Motiven zur großen Form finden. Die Künstlerin hält ihre Umwelteindrücke in einer Art visuellem Tagebuch fest – mit Bleistift, Buntstift, Kugelschreiber, Aquarell oder Tusche, aber auch Stempeldruck auf gesammelten Papieren. Als Untergrund benutzt die Künstlerin jedes Papier, das ihr in die Finger gerät, seien es Papiertüten, Löschblätter, Rechnungen oder Schmierzettel. Indem Carolin Jörg diese Tagebuchaufzeichnungen in einer Art „Multipicture“ aufeinander prallen lässt, erzeugen sie eine zeitgemäße urbane Vielsprachigkeit, die durch die subjektive Perspektive der Künstlerin eine neue Qualität gewinnen. Aufgeschnappt und schnell hingeworfen, Teil der Lebenswelt und einer subjektiven Biografie.

Aus solchen Momentaufnahmen bezieht Carolin Jörg auch die Motive für ihre großformatigen Wandstickereien. Es sind angedeutete Architekturen und Figuren, die mit scheinbar leichter Hand ganze Wände füllen. Und doch geht diesen Arbeiten ein langer Entstehungsprozess voraus. Von der kleinen Zeichnung werden Figuren und Architekturen entworfen und anschließend auf die Wand projiziert. Ihre Umrisse markiert die Künstlerin punktuell mit Nägeln, bevor sie zwischen ihnen schwarze Wollfäden spannt. Am Ende schwebt diese Wandstickerei wenige Zentimeter vor der Wand – ein Bild, das aus dem Leben kommt, und doch die Leichtigkeit eines Traumbildes besitzt.

Ausstellungen, Projekte und Messen mit der Galerie

Zeichnung 17